Bitkom-Leitfaden: ERP und Robotic Process Automation (RPA)

26.05.2020 von CA Redaktion | Unternehmensführung
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ERP-Systeme stehen im Mittelpunkt einer jeden unternehmerischen Digitalisierungsstrategie. Moderne ERP-Software bildet Unternehmensprozesse ab und automatisiert diese. Ist die ERP-Lösung jedoch veraltet oder fehlt die nötige Offenheit, kann sie zum Bremser werden. Beispielsweise für Robotic Process Automation (RPA).

RPA soll vorrangig Prozesse im Backoffice von Unternehmen und Institutionen automatisieren. Insbesondere adressiert RPA die Prozesse, bei denen Informationen bisher händisch von Medium zu Medium oder von System zu System übertragen werden; beispielsweise von Papierrechnungen in eine Finanzbuchhaltungssoftware oder von Desktop zu Desktop.

Besonders Letzteres erscheint absurd, denn wieso sollte es nötig sein, bereits digital vorhandene Informationen per Hand von einer Software in eine andere zu übertragen? Der Grund ist ein großes Digitalisierungsdefizit auf breiter Front: Ein Großteil der derzeit in Unternehmen eingesetzten Software ist schlichtweg veraltet. In der Praxis führt dies zu fehlender Interoperabilität (APIs), einer großen Anzahl von suboptimal arbeitenden Middlewares, aufwendigen Eigenentwicklungen und personalintensiven Workarounds.

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) hat daher einen Leitfaden erstellt, der einige der wichtigsten Fragen im Themenfeld ERP und RPA aufgreift und eine Einordnung und Beantwortung sowohl aus Anbieter- als auch aus Anwendersicht versucht. So erklärt der 18-seitige Leitfaden zunächst Grundlagen von RPA, stellt verschiedene Einsatzszenarien vor, und beleuchtet die Bedeutung von RPA für das ERP-System im Unternehmen.

  • ERP und Robotic Process Automation (RPA) – Eine Einordnung
  • Was unterscheidet klassisches von kognitivem RPA?
  • Warum ist RPA für ERP relevant?
  • Wann ist es sinnvoll, RPA-Technologien zu nutzen?
  • Auf welche Unternehmensprozesse kann RPA angewendet werden?
  • Ist RPA so einfach, dass es die Fachabteilung selber machen kann?
  • Wie kommt man vom Prototyp zum produktiven RPA-Prozess?
  • Wie starr oder agil ist RPA?
  • Wie verbindet RPA die Papierwelt mit ERP?
  • Wird klassisches RPA als Brückentechnologie aussterben?
  • Worauf ist bei der RPA-Softwareauswahl zu achten?

Als Praxishilfe für Unternehmen beantwortet der Leitfaden wichtige Fragen, etwa welche Prozesse sich für RPA eignen und welche weniger, ob RPA von der Fachabteilung ohne Unterstützung der IT-Abteilung eingeführt werden kann, und wie RPA die Papierwelt mit dem ERP-System verbindet. Zudem werden die notwendigen Schritte zur Einführung eines RPA-Prototypen sowie eine Checkliste für die Softwareauswahl vorgestellt.

Unser Tipp: Wie Sie durch RPA die Effizienz von Geschäftsprozessen im Finanzbereich, in Shared Service Centern oder weiteren Backoffice-Bereichen signifikant erhöhen können, zeigen Ihnen unsere Trainer Ralf Böhle, M.Sc. und Dipl.-Betriebsw. (FH), StB André Jaekel in dem 1-Tagesseminar am 17.11.2020 in Nürnberg.

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