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F@#k Up 4.0 – die Bedeutung der Fehlertoleranz in der digitalen Welt

09.04.2019 von CA Redaktion | Fach-News

Jens Ropers, Trainer der CA controller akademie und zuständig für das Weiterbildungsangebot der Themenwelt Information Management, erklärt in seinem Vortrag auf der VisionXFuture Conference von Highcoordination am 21. Mai in Zürich, warum die Digitalisierung auch einen Paradigmenwechsel im Controlling bedeutet.

Einen großen Erfolgsfaktor für eine gelungene digitale Transformation stellt ein häufig notwendiger Wandel in der Unternehmenskultur und ein sich lösen von bekannten Mustern dar. Die digitale Welt erfordert analoges Denken, kein digitales Denken! Digitales Denken bewegt sich in den Kategorien richtig oder falsch. Es beruht auf Zahlen, Daten und Fakten, sucht klare Antworten und eindeutige „richtige“ Entscheidungen. Diese wiederum erfordern valide Informationen. Trotz der heutigen Möglichkeiten der Advanced Analytics bleibt aber objektives Wissen eine Illusion.

Fuck up night

Die Welt wird immer volatiler, unsicherer und komplexer. In rasender Geschwindigkeit entstehen neue Geschäftsmodelle, Produkte und Dienstleistungen. Einige verschwinden genauso schnell wieder. Andere stabilisieren oder verändern sich. So können Fehldeutungen und Fehlentscheidungen entstehen. Was gestern noch sinnvoll erschien ist heute obsolet. Um mit so einer VUCA-Welt (Volatility-Uncertainty-Complexity-Ambiguity) umzugehen, erfordert es die Akzeptanz von Unschärfe, das Gehen von eher kleinen Schritten mit regelmäßigen Korrekturen, eine offene Fehler- und Feedback-Kultur sowie Wissen über den Kontext und Hypothesen über mögliche Wirkungsketten bzw. -Netze, also analoges Denken. Eine durchaus hohe Anforderung gerade an diejenigen Unternehmen, in denen Führungskräfte sich dann gut entwickeln, wenn sie keine Fehler machen und aus diesem Wissen heraus auch durchaus die Option wählen, nicht zu entscheiden. Solche Muster zu entdecken und zu durchbrechen, ist die Aufgabe von Change Agents – eine Rolle, die durchaus für Controller geeignet scheint.

Wie agil die Inhalte und damit auch das Denken und die Prozesse sind, dokumentieren 2 neue und offene Veranstaltungsformate der CA controller akademie zu diesem Thema. Das Barcamp Change und Transformation und die Fuckup-Night.

Das Barcamp Change und Transformation ist eine offene Veranstaltung. Die Inhalte des Tages werden von den Teilnehmern des Camps, im Vorfeld (durch Voting auf der Homepage der CA controller akademie) festgelegt und dann während der Veranstaltung gemeinsam gestaltet. Als Regel gilt, dass die Themen zu den Kompetenzfeldern (Persönlichkeit & Kraft, Methode & Struktur und Interaktion & Dynamik) des Change Agents passen müssen.

Eine Folge der Digitalisierung ist eine neue, offene Kommunikationskultur. In der Fuckup-Night geht es um voneinander lernen.

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