Fachseminar > Prozesskostenrechnung
Prozesskostenrechnung erfolgreich anwenden

Leitgedanke
Seminarziel

Seminarinhalt
Zielgruppen
Trainer
Termine, Preise und Anmeldung

Leitgedanke

In vielen Unternehmen werden Gemeinkosten mit Hilfe pauschaler Umlagesätze auf Produkte bzw. Leistungen verteilt. Oft sind diese Zuschlagsätze umstritten und selten wirklich gerecht. Stetig steigende Gemeinkostenanteile in den Unternehmen stellen Controller vor die Herausforderung, Instrumente zur transparenten Zuordnung von Kosten zur Anwendung zu bringen. Die Prozesskostenrechnung ist ein wichtiges Instrument zur Ermittlung von Tarifen für die Erbringung von internen Leistungen. Angewendet in der Kalkulation, der Prozessoptimierung oder der Erstellung einer Kundenergebnisrechnung entsteht die Basis für zielgerichtete betriebswirtschaftliche Analysen und Entscheidungen.

Seminarziel

Die Teilnehmer sollen den Nutzen und den Aufwand der Prozesskostenrechnung nachvollziehen und die Vorgehensweise der Einführung anhand einer durchgängig bearbeiteten Fallstudie schrittweise üben. Sie werden dadurch in die Lage versetzt, zu entscheiden, ob und in welchem Umfang die Anwendung in Ihrem Unternehmen sinnvoll ist und mit welchem Projektaufwand gerechnet werden muss.

Seminarinhalt

Sonntagabend

Vorstellung der Teilnehmer und der Referenten. Fachliche Einstimmung: Controlling Prozess und Prozesskostenrechnung.

Montag

  • Entstehung, Zielsetzung und grundlegende Begriffe der Prozesskostenrechnung
  • Überblick der Vorgehensweise bei der Einführung
    • Ziele definieren
    • Prozesse dokumentieren
    • Tätigkeiten Analysieren
    • Teilprozesse bilden und analysieren
    • Teilprozesse zu Hauptprozessen verdichten
    • Tarife ermitteln
  • Fallstudie Teil 1: Prozessdokumentation (Gruppenarbeit, Dialog, Interpretation)
  • Fallstudie Teil 2: Tätigkeitsanalyse und Bildung von Teilprozessen auf der Kostenstelle (Gruppenarbeit, Dialog, Interpretation)

Dienstag

  • Prozessanalyse und -optimierung: Werkzeuge aus dem Prozessmanagement angewandt im Rahmen der Prozesskostenrechnung
  • Fallstudie Teil 3: Aggregation von Teilprozessen zu kostenstellenübergreifenden Hauptprozessen und Ermittlung der Tarife (Gruppenarbeit, Präsentation, Dialog, Interpretation)
  • Fallstudie Teil 4: Anwendung der Prozesskostenrechnung im Rahmen von:
    • Kalkulation
    • Erfolgsrechnung
    • ILV
    • Ressourcenplanung und Steuerung
    • Prozessoptimierung
    • Benchmark

Mittwoch

  • Anwendungsbeispiele für Prozesskostenrechnung aus der Praxis
  • Überblick über Software zur Prozessdokumentation und -kostenrechnung
  • Erfolgsfaktoren für die Anwendung der Prozesskostenrechnung im Unternehmen und die Rolle der Controller bei der Ein-führung
  • Transfersicherung

Wichtig: Bei diesem Workshop handelt es sich um eine Klausurveranstaltung mit einem Zeitplan, der auch ein Programm nach dem Abendessen vorsieht. Dadurch profitieren die Teilnehmer neben den Seminarinhalten auch vom Erfahrungsaustausch untereinander in Gesprächen und Diskussionsrunden.

Zielgruppen

Der Workshop richtet sich an Controller, Manager und Mitarbeiter aus allen Unternehmensbereichen, die vor der Einführung der Prozesskostenrechnung im eigenen Unternehmen notwendiges Wissen, Know-how und Erfahrung in der Anwendung des Instrumentes sammeln wollen.

Trainer

Dr. Thomas Biasi
studierte Betriebswirtschaft mit den Schwerpunkten Controlling und Dienstleistungsmanagement an der Universität Innsbruck und erlangte das Doktorat in Modena. Die Folgejahre verbrachte er zur Weiterbildung und beruflichen Spezialisierung in London, Frankfurt und Mailand. Er leitete über mehrere Jahre das Controlling in einem internationalen Versicherungsunternehmen. Seit 1997 ist er als Trainer, Coach und Berater der Controller Akademie tätig, seit 2005 verantwortlich für das Italiengeschäft. Dabei betreut er die Kunden vor allem als Coach für nationale und internationale Projekte zur Strategischen Planung und Weiterentwicklung des operativen Controlling. Thomas Biasi besitzt Erfahrungen aus vielen Unternehmensbranchen und aus dem öffentlichen Bereich. Er spricht Italienisch, Deutsch und Englisch.

Dipl.-Kfm. Jens Ropers
studierte an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg Betriebswirtschaftslehre und war danach über mehrere Jahre als Trainer in der Führungskräftequalifizierung tätig. Von 1999-2004 war Herr Ropers für die DaimlerChrysler AG tätig, zuletzt für die Integration von Prozessen und Methoden sowie für die Standardisierung von IT-Systemen im Rahmen der weltweiten Teileversorgung der Mercedes-Benz Produktionsstandorte verantwortlich. Seit 2004 ist er Mitglied des Trainerteams, seit 2007 auch Partner und unterstützt als Coach und Moderator Unternehmen in der Einführung und Weiterentwicklung von Controlling-Instrumenten. Seine Schwerpunkte liegen im Strategie-Controlling, in Kennzahlensystemen zur Unternehmenssteuerung und im Prozess-Management.