Besuch bei der Annual Conference des Institute of Management Accountants (IMA) von 19. bis 22. Juni 2005 in Boston, USA:
Es ist immerhin die 86. jährliche Konferenz dieser 1920 gegründeten Organisation mit rund 70.000 Mitgliedern. Rund 800 Teilnehmer sind gekommen, fast ausschließlich aus den USA, viele mit der Berufsbezeichnung "Controller". Das Themenspektrum unterscheidet sich nicht sehr von dem eines deutschen Controller Congresses: Von "Creating effective Powerpoint Presentations" über "Managing Change and Growth" bis zu "How Corporate and Nonprofit Agencies can profit from a Balanced Scorecard" reichte die Bandbreite der rund 70 Vorträge und Workshops.
Große Aufmerksamkeit gabe es für den Vortrag von Prof. Dr. Peter Horváth: "Controllership in German Organizations: The most important of Financial Professional Roles". Einer der Themenschwerpunkte war Kostenrechnungssystemen gewidmet. Dabei lag der Fokus auf Beispielen zur Grenzplankostenrechnung, auch wenn das Wort selbst für Amerikaner quasi unaussprechlich ist.
Eines der Highlights war sicher der Live-Vortrag von Prof. Robert Kaplan "Continuing the Cost and Performance Management Revolution". Ein anderes der von David Walker, Comptroller General of the United States, dem Leiter des U.S. Government Accountability Office. Mit großer Nachdrücklichkeit drückte er seine Sorge um die Entwicklung des Budgetdefizits der Vereinigten Staaten aus. Spätestens da wurde es dem deutschen Beobachter wieder deutlich: Die Globalisierung ist auch bei Controller-Zusammenkünften angekommen.
Weitere Informationen: www.imaconference.org



